Leistung · Zahnärzte im Thermalbadehaus

Kiefergelenk (CMD) und Zähneknirschen

Behandlung von Schmerzen im Kiefergelenk in Bad Neuenahr

Beschwerden im Kiefergelenk (CMD) und nächtliches Zähneknirschen sind nicht zu unterschätzen – sie können Kopf-, Nacken- und Ohrenbeschwerden mit sich bringen. In unserer Praxis in Bad Neuenahr ermitteln wir mit einer Funktionsdiagnostik, welche Therapie zu Ihnen passt: von der individuell angefertigten Aufbissschiene bis zur ergänzenden Behandlung mit Botulinumtoxin, wenn die Muskulatur trotz Schiene überlastet bleibt. Häufig arbeiten wir dabei mit Ärztinnen, Ärzten und Therapeuten anderer Fachrichtungen zusammen.

Behandschuhte Hand hält eine transparente Aufbissschiene, dahinter die blaue Aufbewahrungsbox – Schienentherapie bei CMD.

Kiefergelenksprobleme (CMD = Cranio Mandibuläre Dysfunktion) sind nicht zu unterschätzen. Die Behandlung von CMD-Problemen (Fehlfunktion zwischen Schädel und Unterkiefer) ist in der Regel interdisziplinär, das heißt, dass in vielen Fällen Ärzte und Therapeuten unterschiedlicher Fachrichtungen hinzugezogen werden sollten. Hierbei handelt es sich in der Regel um Orthopäden, Hals-, Nasen-, Ohrenärzte, Physiotherapeuten, uns als Zahnärzte und in schweren Fällen auch Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgen, wenn es um Arthritiden in einer fortgeschrittenen Ausprägung geht.

In der Praxis führen wir eine Funktionsdiagnostik durch, um zu ermitteln, welche Form der CMD-Therapie für Sie die richtige ist. In manchen Fällen kann eine Behandlung mit Botulinumtoxin sinnvoll sein, die wir in unserer Praxis in Bad Neuenahr anbieten. Ob dieser Ansatz für Sie infrage kommt, klären wir vorab in einem persönlichen Gespräch.

Mögliche Folgen einer CMD

  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Verspannungen der Nackenmuskulatur und Probleme mit der Halswirbelsäule
  • Verspannungen der Rückenmuskulatur
  • Rückenschmerzen durch Fehlhaltungen im Lendenwirbelbereich
  • Schwindel
  • Verlust von Zähnen durch Überbelastungen
  • Verkürzte oder überdehnte Muskeln

Therapie von Schmerzen im Kiefergelenk

Ziel der Therapie ist es, die Kiefergelenkköpfe in eine für den jeweiligen Patienten physiologische/ therapeutische Position zu bringen. Oft geschieht dies durch individuell hergestellte Aufbissschienen (KEINE herkömmliche Aufbissschiene), in die der jeweilige Gegenkiefer im Schlüssel/Schlossprinzip einbeißt, um die Position der Gelenke zu sichern. Meistens werden diese durchsichtigen Schienen des Nachts getragen, können aber je nach Therapiebedürftigkeit auch tagsüber im Mund verbleiben.

Die oder der Auslöser einer CMD kann multifaktoriell sein. Wo dem beruflichen oder alltäglichen Stress mit Zähneknirschen begegnet wird, kann die Bissstörung oder CMD eine Folge davon sein…oder umgekehrt! Liegt eine CMD vor, kann es zu einem falschen, zu starken Biss kommen. Weitere Auslöser sind schlecht sitzender Zahnersatz oder alte, abgenutzte/ zu hohe Zahnfüllungen.

Wir sind außerdem zertifizierte Praxis für Bruxane-Schienen (https://bruxane.com/), die über elektronisches Feedback eine Öffnungsreaktion des Kiefers während des Schlafens auslösen. Bio-Feedbackschienen sind oft eine letzte Therapieoption, wenn eine normale Schiene gegen Bruxismus i.V.m. einer Physiotherapie keine Linderung bringt.

Behandlung mit Botulinumtoxin

Bleibt die Kaumuskulatur trotz Schiene und Physiotherapie überlastet, kann eine Injektion von Botulinumtoxin in den Kaumuskel ergänzend in Frage kommen. Für Zähneknirschen ist das Mittel nicht zugelassen (Off-Label-Use); nach der S3-Leitlinie zum Bruxismus kann die Behandlung bei Erwachsenen erwogen werden. Wann sie sinnvoll ist, wie sie wirkt und welche Risiken sie hat, erklären wir auf der Seite Botulinumtoxin bei Zähneknirschen.

Schnarcherschienen- obstruktive Schlafapnoe

Nächtliches Schnarchen muss nicht harmlos sein. Oft leiden die Patienten unter:
– Tagesschläfrigkeit
– Atempausen während des Schlafens (Apnoen)
– Kopfschmerzen morgens
– nächtlichem Blutdruckanstieg
– herabgesetzte Sauerstoffsättigung im Blut
– etc.

Eine Unterkieferprotrusionsschiene zur Entlastung der oberen Atemwege ist nach der CPAP-Maske (Sauerstoffüberdruck) eine Standadbehandlung zur Behandlung einer obstruktiven Schlafapnoe. Seit Kurzem ist eine derartige Schiene auch in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen worden.
Für eine Beratung sprechen Sie uns bitte an. Mehr zu zahnärztlicher Schlafmedizin finden Sie hier:

https://www.ahrtal-zahnaerzte.de/zahnaerztliche-schlafmedizin/

Häufige Fragen zu Kiefergelenk und CMD

Die Antworten in Kürze – alles Weitere klären wir gern im Gespräch.

Typisch sind Schmerzen im Kiefergelenk und in der Kaumuskulatur. Mögliche Folgen sind außerdem Ohrgeräusche, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Verspannungen in Nacken und Rücken, Schwindel und Schäden an den Zähnen durch Überlastung.

Die Ursachen sind oft vielfältig: Stress mit Zähneknirschen und Pressen, ein gestörter Biss, schlecht sitzender Zahnersatz oder zu hohe Füllungen. Deshalb steht am Anfang immer eine gründliche Funktionsdiagnostik.

Häufig mit einer individuell angefertigten Aufbissschiene, die die Kiefergelenke in eine entlastende Position bringt. Je nach Befund kommen Physiotherapie, Entspannungsübungen oder die Korrektur störender Füllungen und Zahnersatz hinzu.

So geht es weiter

Drei Schritte zu Ihrer Behandlung.

  1. Diagnose

    Wir erfassen Beschwerden und Auslöser und untersuchen Kaumuskeln, Kiefergelenke und Zahnkontakte.

  2. Therapieplan

    Je nach Befund Aufbissschiene, Physiotherapie oder – wenn die Basistherapie nicht ausreicht – eine ergänzende Behandlung mit Botulinumtoxin.

  3. Kontrolle

    Wir überprüfen Wirkung und Verlauf und passen die Behandlung bei Bedarf an.