Leistung · Zahnärzte im Thermalbadehaus

Alterszahnheilkunde

Zahnmedizin für Seniorinnen und Senioren in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Gute Zahnmedizin im Alter richtet sich nach Ihrer Lebenssituation: nach Gesundheit, Medikamenten und dem, was im Alltag möglich ist. Wir stimmen Vorsorge, Zahnersatz und Behandlung darauf ab und beraten auch Angehörige und Pflegende. Bei Pflegebedarf sind Hausbesuche möglich.

Älteres Paar putzt sich gemeinsam vor dem Spiegel die Zähne – Alterszahnheilkunde in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Mit den Jahren verändern sich Zähne, Zahnfleisch und Mundschleimhaut. Oft verändern sich auch die Möglichkeiten, selbst in die Praxis zu kommen oder die Mundpflege allein zu bewältigen. Die Alterszahnheilkunde, auch Seniorenzahnmedizin genannt, richtet Vorsorge und Behandlung an diesen Lebensumständen aus. Hier erfahren Sie, worauf es im Alter ankommt und was bei eingeschränkter Beweglichkeit möglich ist.

Worum es in der Alterszahnheilkunde geht

Viele Menschen behalten heute bis ins hohe Alter eigene Zähne. Häufig sind sie ergänzt durch Kronen, Brücken, Implantate oder herausnehmbaren Zahnersatz. Das ist erfreulich, stellt aber neue Anforderungen an Pflege und Kontrolle.

Die Alterszahnheilkunde betrachtet deshalb nicht nur den einzelnen Zahn, sondern die gesamte Situation. Dazu gehören Allgemeinerkrankungen, eingenommene Medikamente, die Beweglichkeit der Hände, das Sehvermögen und die Frage, wer im Alltag bei der Mundpflege unterstützt. Ziel ist eine Versorgung, die zu Ihrem Leben passt, beim Kauen, beim Sprechen und für Ihr Wohlbefinden. Nicht immer ist die aufwendigste Lösung die passende. Oft geht es darum, Vorhandenes zu erhalten und gut zu pflegen.

Häufige Veränderungen im Mund

Im Alter treten einige Veränderungen häufiger auf. Sie lassen sich bei regelmäßigen Kontrollen meist früh erkennen:

  • Mundtrockenheit: Viele Medikamente verringern den Speichelfluss. Speichel schützt die Zähne und die Schleimhaut. Ein trockener Mund begünstigt Karies und Druckstellen unter der Prothese.
  • Wurzelkaries: Geht das Zahnfleisch zurück, liegen die Zahnhälse frei. Diese Bereiche sind weicher als der Zahnschmelz und anfälliger für Karies.
  • Parodontitis: Die Entzündung des Zahnhalteapparats kann Zähne lockern. Wechselwirkungen mit Allgemeinerkrankungen wie Diabetes sind wissenschaftlich beschrieben.
  • Zahnersatz, der nicht mehr gut sitzt: Der Kiefer verändert sich im Lauf der Zeit. Prothesen können dadurch locker werden oder drücken.
  • Veränderungen der Mundschleimhaut: Wunde Stellen, Beläge oder Verfärbungen, die länger als etwa zwei Wochen anhalten, sollten zahnärztlich angesehen werden.

Unser Prophylaxeteam stimmt die professionelle Zahnreinigung individuell und risikoorientiert auf Ihre Situation ab. Das gilt auch für freiliegende Zahnhälse, Implantate und Zahnersatz.

Zahnersatz im Alter: anpassen, pflegen, ergänzen

Herausnehmbarer Zahnersatz braucht regelmäßige Kontrolle. Sitzt eine Prothese locker, kann sie oft durch eine Unterfütterung wieder an den Kiefer angepasst werden. Druckstellen sollten nicht selbst abgeschliffen werden, denn dabei kann der Zahnersatz Schaden nehmen.

Hält eine Prothese trotz Anpassung nicht mehr ausreichend, können Implantate eine Möglichkeit sein, sie zu stabilisieren. Das Alter allein entscheidet dabei nicht. Wichtig sind das Knochenangebot, die Allgemeingesundheit, die Medikamente und die Frage, ob die spätere Pflege im Alltag machbar ist. Prothetik auf eigenen Zähnen oder Implantaten gehört zu unseren Praxisschwerpunkten. Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite zu Zahnimplantaten für Senioren.

Ihr Termin in der Praxis

Für eine sorgfältige Planung ist es hilfreich, wenn Sie Folgendes mitbringen:

  • einen aktuellen Medikamentenplan
  • wichtige Arztberichte, etwa zu Herz, Diabetes oder Knochenerkrankungen
  • Ihr Bonusheft und gegebenenfalls Ihren Pflegegrad-Bescheid

Blutverdünnende oder andere Medikamente setzen Sie bitte nicht eigenmächtig ab. Ob vor einer Behandlung etwas angepasst werden muss, wird mit Ihnen und Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt abgestimmt.

Sie finden uns im Thermalbadehaus in der Kurgartenstraße 1 in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Zufahrt zum Parkplatz erfolgt über die Mittelstraße, Parkplätze liegen direkt am Haupteingang.. Termine vereinbaren Sie telefonisch unter 02641 24 23 1 oder online über clickdoc.

Hausbesuche und Betreuung bei Pflegebedarf

Manchen Menschen ist der Weg in die Praxis nicht mehr möglich, etwa bei Bettlägerigkeit, nach einem Schlaganfall oder bei fortgeschrittener Demenz. In solchen Fällen kann eine zahnärztliche Untersuchung auch zu Hause oder in einer Pflegeeinrichtung stattfinden.

Vor Ort sind vor allem diese Leistungen möglich:

  • Kontrolle von Zähnen, Zahnfleisch und Mundschleimhaut
  • Beurteilung und Entlastung von Zahnersatz bei Druckstellen
  • Mitnahme einer defekten Prothese zur Reparatur
  • Anleitung von Angehörigen und Pflegekräften zur Mundpflege

Umfangreichere Behandlungen brauchen meist die Ausstattung einer Praxis, zum Beispiel Röntgen oder Absaugung. Pflegebedürftige Menschen haben in der gesetzlichen Krankenversicherung Anspruch auf zusätzliche vorbeugende Leistungen. Dazu zählen etwa die Erhebung des Mundgesundheitsstatus, ein individueller Plan zur Mundpflege und das Entfernen harter Beläge.

Hinweise für Angehörige und Pflegende

Wenn Sie einen Menschen im Alltag unterstützen, helfen einige einfache Schritte:

  1. Zähne und Zahnersatz zweimal täglich reinigen. Die Prothese dabei über einem mit Wasser gefüllten Waschbecken halten, damit sie beim Herunterfallen nicht bricht.
  2. Auf ausreichendes Trinken achten. Das wirkt Mundtrockenheit entgegen.
  3. Auf Warnzeichen achten: Verweigert jemand das Essen, greift sich häufig an die Wange oder wirkt beim Kauen unruhig, kann ein Problem im Mund dahinterstecken. Gerade Menschen mit Demenz können Beschwerden oft nicht in Worte fassen.
  4. Regelmäßige Kontrolltermine einplanen, auch wenn keine Beschwerden auffallen.
Häufige Fragen: Alterszahnheilkunde

Häufige Fragen zur Alterszahnheilkunde

Die Antworten in Kürze – alles Weitere klären wir gern im Gespräch.

Das Lebensalter allein ist kein Ausschlussgrund. Entscheidend sind Ihr Allgemeinzustand, Ihre Medikamente, die Situation im Mund und Ihre persönlichen Wünsche. In einem Beratungsgespräch wird gemeinsam abgewogen, welche Versorgung zu Ihnen passt.

Bitte schleifen Sie die Prothese nicht selbst ab und nutzen Sie Haftcreme nicht als Dauerlösung. Vereinbaren Sie einen Termin, damit die Stelle gezielt entlastet werden kann. Bei akuten Beschwerden bieten wir werktags täglich eine Schmerzsprechstunde an, erreichbar unter 02641 24 23 1.

Gesetzlich versicherte Menschen mit Pflegegrad haben Anspruch auf zusätzliche vorbeugende Leistungen, zum Beispiel einen Plan zur Mundpflege und das Entfernen harter Beläge. Welche Leistungen im Einzelfall in Frage kommen, besprechen wir gern mit Ihnen persönlich.

Eine vertraute Begleitperson kann hilfreich sein, besonders bei Hör- oder Gedächtnisproblemen oder wenn Entscheidungen gemeinsam getroffen werden sollen. Bitte erwähnen Sie dies bei der Terminvereinbarung, damit genügend Zeit eingeplant werden kann.

So geht es weiter

Drei Schritte zu Ihrer Behandlung.

  1. Gespräch und Untersuchung

    Bringen Sie bitte Ihren Medikamentenplan, wichtige Arztberichte und Ihr Bonusheft mit.

  2. Passende Versorgung

    Wir passen Zahnersatz an, behandeln Veränderungen früh und stimmen die Zahnreinigung auf Ihre Situation ab.

  3. Betreuung im Alltag

    Wir beraten Angehörige und Pflegende – und kommen bei Pflegebedarf auch zu Ihnen.