Worum es in der Alterszahnheilkunde geht
Viele Menschen behalten heute bis ins hohe Alter eigene Zähne. Häufig sind sie ergänzt durch Kronen, Brücken, Implantate oder herausnehmbaren Zahnersatz. Das ist erfreulich, stellt aber neue Anforderungen an Pflege und Kontrolle.
Die Alterszahnheilkunde betrachtet deshalb nicht nur den einzelnen Zahn, sondern die gesamte Situation. Dazu gehören Allgemeinerkrankungen, eingenommene Medikamente, die Beweglichkeit der Hände, das Sehvermögen und die Frage, wer im Alltag bei der Mundpflege unterstützt. Ziel ist eine Versorgung, die zu Ihrem Leben passt, beim Kauen, beim Sprechen und für Ihr Wohlbefinden. Nicht immer ist die aufwendigste Lösung die passende. Oft geht es darum, Vorhandenes zu erhalten und gut zu pflegen.
Häufige Veränderungen im Mund
Im Alter treten einige Veränderungen häufiger auf. Sie lassen sich bei regelmäßigen Kontrollen meist früh erkennen:
- Mundtrockenheit: Viele Medikamente verringern den Speichelfluss. Speichel schützt die Zähne und die Schleimhaut. Ein trockener Mund begünstigt Karies und Druckstellen unter der Prothese.
- Wurzelkaries: Geht das Zahnfleisch zurück, liegen die Zahnhälse frei. Diese Bereiche sind weicher als der Zahnschmelz und anfälliger für Karies.
- Parodontitis: Die Entzündung des Zahnhalteapparats kann Zähne lockern. Wechselwirkungen mit Allgemeinerkrankungen wie Diabetes sind wissenschaftlich beschrieben.
- Zahnersatz, der nicht mehr gut sitzt: Der Kiefer verändert sich im Lauf der Zeit. Prothesen können dadurch locker werden oder drücken.
- Veränderungen der Mundschleimhaut: Wunde Stellen, Beläge oder Verfärbungen, die länger als etwa zwei Wochen anhalten, sollten zahnärztlich angesehen werden.
Unser Prophylaxeteam stimmt die professionelle Zahnreinigung individuell und risikoorientiert auf Ihre Situation ab. Das gilt auch für freiliegende Zahnhälse, Implantate und Zahnersatz.
Zahnersatz im Alter: anpassen, pflegen, ergänzen
Herausnehmbarer Zahnersatz braucht regelmäßige Kontrolle. Sitzt eine Prothese locker, kann sie oft durch eine Unterfütterung wieder an den Kiefer angepasst werden. Druckstellen sollten nicht selbst abgeschliffen werden, denn dabei kann der Zahnersatz Schaden nehmen.
Hält eine Prothese trotz Anpassung nicht mehr ausreichend, können Implantate eine Möglichkeit sein, sie zu stabilisieren. Das Alter allein entscheidet dabei nicht. Wichtig sind das Knochenangebot, die Allgemeingesundheit, die Medikamente und die Frage, ob die spätere Pflege im Alltag machbar ist. Prothetik auf eigenen Zähnen oder Implantaten gehört zu unseren Praxisschwerpunkten. Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite zu Zahnimplantaten für Senioren.